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Oldenburg plant erste Schulstraße

Verantwortlicher Autor: Axel Kadow Oldenburg, 30.03.2026, 08:14 Uhr
Presse-Ressort von: Axel Fotografie Bericht 4947x gelesen

Oldenburg [ENA] In Oldenburg soll mit der Junkerstraße an der Grundschule Bürgeresch erstmals eine sogenannte Schulstraße eingerichtet werden. Geplant ist, die Straße morgens und nachmittags zeitweise für den Autoverkehr zu sperren, um die Verkehrssituation durch sogenannte Elterntaxis zu entschärfen und die Sicherheit für Kinder zu erhöhen. Grundsätzlich stößt das Vorhaben auf breite Zustimmung.

In einer nicht repräsentativen Online-Umfrage mit mehr als 900 Teilnehmern befürworteten 53 Prozent temporäre Sperrungen an Schulen, weitere 41 Prozent sprachen sich sogar für dauerhafte Lösungen aus. Nur eine kleine Minderheit lehnt das Konzept grundsätzlich ab. Kritik entzündet sich jedoch an den geplanten Gebühren für Anwohner. Wer während der Sperrzeiten auf sein Fahrzeug angewiesen ist, soll eine Ausnahmegenehmigung beantragen müssen – für 15 Euro pro Jahr und Fahrzeug. Viele Betroffene zeigen dafür wenig Verständnis, da sie bereits seit Jahren unter der starken Verkehrsbelastung leiden.

Auch politisch wird das Thema aufgegriffen: Die CDU-Fraktion im Rat fordert, Anwohner von den Gebühren zu befreien. Die zusätzliche finanzielle Belastung sei nicht angemessen, zumal die Maßnahme deren Lebensumfeld verbessern solle. Die Stadtverwaltung verweist hingegen auf bundesrechtliche Vorgaben, nach denen für verkehrsrechtliche Ausnahmegenehmigungen grundsätzlich Gebühren erhoben werden müssen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

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